Schein ODER Sein?

Immer wieder erstaunt mich die Ordnungsliebe und der Sinn für Gemütlichkeit vieler wohnungsloser Menschen, die auf der Straße, unter Brücken oder in Durchgängen usw. ein trockenes Plätzchen auf Zeit gefunden haben.
Diese Installation, im Verbindungstunnel vom Weserboulevard zum Schnoor in Bremen, wurde so akurat aufgebaut, dass ich dies keinem Obdachlosem zugetraut habe. Ich hielt es spontan für eine Kunstinstallation z.B. des Theaters Bremen oder dem „Bündnis für bezahlbaren Wohnraum in Bremen“. Am folgenden Samstag, 23. März 2019, war eine zentrale Demonstration in der Stadt angesagt.Schein oder Sein 1

lch habe einige dieser Fotos inklusive meiner Frage „Schein ODER Sein?“ ebenfalls in den sozialen Medien, Facebook und Twitter, veröffentlicht.Schein oder Sein 2

Schein oder Sein 3

In allen Kommentaren zu den Bildern wurde ich darauf hingewiesen, dass hier REAL ein Mann aus Osteuropa seit mehreren Jahren sein Zuhause in Bremen, Deutschland, gefunden hat. Normalerweise lebt er direkt unter den Arkaden an der Weser. Wenn dort jedoch der wöchentliche Flohmarkt stattfindet oder ein Sturm mit Hochwasser angesagt ist, verzieht er sich in den geschützten Tunnel.Schein oder Sein 4

Schein oder Sein 5

ln der Ausgabe 62 „Weser“ der bremischen „Zeitschrift der Strasse“, erschienen im Oktober 2018, ist ein Interview mit ihm abgedruckt. Leider ist diese Ausgabe bereits vergriffen. Mich hätte die Lebensgeschichte diese Mannes aus Osteuropa interessiert.Schein oder Sein 6

So kann ich diesem Unbekannten nur wünschen, dass er in seinem spartanischem, aber liebevoll hergerichtetem Domizil weiterhin die nötige Ruhe „auf der Strasse“ findet und keine „Bösen Buben“ und andere ihm das Missgönnen oder ihm Gewalt antun.Schein oder Sein 7

DAS LEBEN AUF DER STRASSE KANN SO HART SEIN …

… UND IST DANN „Sein STATT Schein“!

Susanne Schweers

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Wir reden Tacheles!

Wir krähen, miauen, bellen, wiehern Euch:Probleme 1In den Straßen der Vorstadt, im fernen Bremen-Blumenthal, im hohen Bremer Norden,Probleme 2entdeckten wir Vagabunden, auf unserem Weg in die Stadt …Probleme 3… die Lösung aller Bremer Probleme – BEDENKENLOS!Probleme 4 #CarstenMeyerWER?Probleme 5

IM SCHATTEN DER ZUKUNFT WERDEN WIR ES WISSEN!

Susanne Schweers

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Kunst im öffentlichen Raum

Was ist Schein und Sein, Hasch im Bunker 1Was innen und außen,Was daneben?Kontrolliert,Verschlossen,

Alles amtlich!Der Notausgang für die Tonne!Viele Menschen eilen auf dem Weg zum Bahnhof Bremen-Sebaldsbrück, nach Hemelingen zum Discounter und umgekehrt vorbei.Taxifahrer warten auf Kundschaft.Ein Parkplatz nur für Kunden, für WELCHE?10.000 Cannabis-Pflanzen, Hasch, auf mehreren Etagen, professionell angebaut im Bunker, und KEINER ha’ts bemerkt!Hasch im Bunker 11KUNST IM ÖFFENTLICHEN RAUM SEIT 1976!

Mir Infos dazu gibt es >>  hier

Susanne Schweers

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Oktobersommer

Die Sonnenuhr hat ihren Dienst eingestellt.Das Strandleben am Fluss geht weiter.Oktobersommer 2Oktobersommer 3Es wir herbstgeturtelt und geklönt bei Sonne, Bier und Sitzfleisch satt.Oktobersommer 4

Kleine Hündchen werden ausgeführt.Oktobersommer 5Züchtig gekleidete Musliminnen samt Kinderschar eilen vorbei.Oktobersommer 6

Ihren Körpern bleibt das Vitamin D spendende Sonnenlicht verwehrt.Der Oktobersommer ist wirklich bunt!Oktobersommer 8Da kann der deutsche Michel nur staunen …Oktobersommer 9… über SOVIEL NEUES KLIMA in Deutschland Bremen!

Susanne Schweers

 

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Form vollendet!

Form vollENDET …FormvollENDET… das Hemd, der Herr, der Hund, der OBDACHLOSE?

WELCHE PASSFORM IST DIE RICHTIGE?

Weitere Fotos zu ‚Obdachlosigkeit‘ gibt es >> hier

Susanne Schweers

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Fotomarathon Bremen 2018

Am Samstag, den 1. Sepember 2018, fand wieder der Fotomarathon Bremen (FMHB) statt. Unter dem Motto „PER KAMERA DURCH DIE GALAXIS“ waren neun Fotos zu neun bestimmten Themen zwischen 11 Uhr und 20 Uhr fotografieren. Je drei neue Themen und einen Stempeldruck gab es, alle drei Stunden nacheinander, an drei verschiedenen Stationen. Die Reihenfolge der Themenfotos im Querformat durfte nicht verändert werden. Auf dem ersten Foto sollte die persönliche Startnummer sichtbar sein.
Alle Arten von digitalen Kameras waren zugelassen, außer Handy-Kameras. Erstmalig waren auch die unterschiedlichsten Bild-Effekte, d.h. nicht nur ein Schwarzweisseffekt, erlaubt. Der Effekt sollte vor dem Fotografieren eines Motivs an der Kamera eingestellt worden sein. Eine nachträgliche Bildbearbeitung war nicht gestattet.
Ich entschied mich, anstatt der schweren „Canon 5D Mark2“ mit dem stablilisierten Tamron 24-70mm/2,8, meine kleine handliche „Sony RX 100 III“, mit demselben Brennweitenbereich, mitzunehmen.

Offizieles Gruppenfoto FMHBGruppenfoto 2018

Der FMHB startete in der BREMENHALLE des Airport BRE Hans Koschnick. in der Bremer Neustadt.. Ich fühlte mich morgens nicht sehr fit und das Wetter war durchwachsen. Dann schmiss ich beim Heraustragen des Rads noch einen Blumenkübel um, der zerbrach und dessen gesamter Inhalt sich auf unsere Hauseingangstreppe zerstreute. Meine Nerven lagen bereits jetzt blank, dabei wollte ich diesen „langen Tag“ geruhsam angehen.

Die vorgesehende Straßenbahn Linie 3 haben mein Rad und ich dann ‚Gott sei Dank!‘ erreicht. Jetzt konnte ich etwas Durchatmen und mich auf den FMHB 2018 konzentrieren. An der Domsheide klappte das Umsteigen in die Linie 6 zum Flughafen komplikationslos.

AnfahrtAuf dem Weg

Um 10.29 Uhr erreichte ich das Flughafengebäude und musste mich, trotz eines Lageplans, Durchfragen zur BREMENHALLE, die samt der Ausguckplattform des Flughafens nicht ebenerdig lag..

Plan Airport BRE Hans KoschnickPlan FlughafenHB

Dort standen die Schlangen bereits vor den Anmelde-Points, nach Buchstaben geordnet, wie all die Jahre vorher.

EincheckenEinchecken

Jede/er der 200 TeilnehmerInnen bekam seine Startnummer mit dem ersten Kontrollstempel (ich Nr. 177), die FMHB-Regeln und eine kleine gesponserte Papiertragetasche mit nützlichen Dingen für den FMHB-Marathontag (1.Themenkarte, Fynn-Smartphonehalterung  fürs Fahrrad, Notizbüchlein für nicht abgelichtete Motive, mehrere Gutscheine und Modelrelease-Kärtchen z.B.). Kostenlose Wegzehrung, wie Rosinenbrötchen vom ‚Starken Bäcker‘ und Mineralwasser, hatte es auch wieder gegeben, wurden von mir aber komplett übersehen. PECH!

Enige Meter entfernt vom ‚Boarding‘, unter der in der Bremenhalle präsentierten alten Junker W 33 ‚Bremen‘, wurde das erhaltene Material gelesen, diskutiert, unterzeichnet und begutachtet oder nur die Kamera überprüft.

Checken
Begutachtung11 Uhr: Startpunkt: BREMENHALLE des Airport Bremen (Flughafenallee, 28199 HB)

Themen:
1. Erster Kontakt (First Contact)
2. Völlig losgelöst (Earth Below Us)
3. Lichtgeschwindigkeit (Speed Of Light)

#1 Erster Kontakt (First Contact)
#1 Erster Kontakt

#2 Völlig losgelöst (Earth Below Us)#2 Völlig losgelöst

#3 Lichtgeschwindigkeit (Speed Of Light)

14 Uhr: Zwischenstation 1 – MARKTHALLE 8 (Domshof 8-12, 28195 HB)

4. ALLgegenwärtig (Ubiquitous)
5.Hinterm Mond (Behind THE Moon / Under A Rock)
6. Supernova (Supernova)

#4 ALLgegenwärtig (Ubiquitous)#4 Allgegenwärtig

#5 Hinterm Mond (Behind THE Moon / Under A Rock)

#6 Supernova (Supernova)

17 Uhr: Zwischenstation 2 – Tofazz Bio- und Jazzladen (Glockenstraße 16, 28309 HB)

7. Außerirdisch (Extraterrestrial)
8. Unendliche Weiten (The Final Frontier)
9. Ist mir Schnuppe (I don’t Give A Damn)

#7 Außerirdisch (Extraterrestrial)#7 Außerirdisch

#8 Unendliche Weiten (The Final Frontier)

#9 Ist mir Schnuppe (I don’t Give A Damn)

20 Uhr: Endstation Olbers Planetarium – (Werderstraße 73, 28199 HB)

Kollage „Per Kamera durch die Galaxis“ (Bremen)Sammlung

Die individuellen Fotoserien werden am 20. und 21. Oktober 2018 in einer Ausstellung, incl. Siegerehrung um 14.30 Uhr, in der Städtischen Galerie Bremen, Buntentorsteinweg 112, 28201 Bremen gezeigt.

Bericht ‚1800 Bilder einer Stadt‘ im Weser-Kurier >>  hier
Offizielle FMHB-Website >>  hier
Mehr Fotos, auch anderer TeilnehmerInnen vom FMHB 2015 – FMHB2018, auf der offiziellen Flickr-Seite >>  hier

Susanne Schweers

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Täuschungen

Was ist Spiegelung, Wandmalerei, Gebäude?Täuschungen

REALITÄT und ILLUSION?

An der BSAG-Haltestelle „Sebaldsbrücker Bahnhof“ ist PHILOSOPHIEREN möglich!

Susanne Schweers

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UNERHÖRT! Diese Obdachlosen.

Geschichten von Unerhörten

Viele Menschen fühlen sich an den Rand gedrängt in einer immer unübersichtlicheren Welt, in der Gerechtigkeit auf der Strecke zu bleiben droht. Sie haben ein Recht darauf, gehört zu werden. Die Diakonie versammelt Lebensgeschichten von „Unerhörten“ auf dieser Seite. Warum wir das tun, erfahren Sie hier.
(Zitat: Website Diakonie Deutschland)Unerhört! diese Obdachlosen.

Eine Kampagne der DIAKONIE Deutschland!

Infos zur Kampagne ‚UNERHÖRT! Diese Obdachlosen.‘ gibt es >>  hier

Susanne Schweers

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Rosi und Dennis – alkoholfrei!

Ein Stapel gefüllter Plastiktaschen verschiedener Supermärkte, vorwiegend zur mehrfachen Verwendung gedacht, und ein einsamer CoffeeToGo-Mehrwegbecher davor erregen vor dem Hauptbahnhof Bremen mein fotografisches Interesse.

Auch ich bleibe nicht unbemerkt für einige, im geringen Abstand davon stehende Personen.
Ich werde von Rosi angesprochen, die diese abgestellten Taschen, Tüten und den CoffeeToGo-Becher bewacht. Zu groß ist die Gefahr, das ihr und den anderen Besitzern der wenigen Habseligkeiten etwas gestohlen wird. Ich erkläre ihr, weshalb ich fotografiere. Sie ist dreizig Jahre alt und lebt seit drei Jahren auf der Straße.

Rosi hat es geschafft, trotz ihrer schwierigen Lage, dem übermäßigen Alkoholgenuss zu widerstehen.
RESPEKT!, bei dem feucht kaltem, windigem Wetter, auch mit der dicker Kleidung, nur mit Mineralwasser und Orangensaft auszukommen. Dass ich sie mit einer Zigarette fotografiere, ist ihr anfangs nicht so recht. Sie willigt dann jedoch ein.
Im Gesicht hat Rosi verschiedene verschorfte Wunden, die meine Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Vorsichtig spreche ich sie darauf an. Sie berichtet mir, das es entzündete Aknepickel sind. Durch die mangelnden Möglichkeiten der Hygiene und zum Händewaschen, gelangt immer wieder Schmutz in die Wunden und diese entzünden sich erneut. Rosi zeigt mir wortlos ihre verdreckten Nägel und Hände.Nach einiger Zeit gesellt sich Dennis zu uns. Er lebt ebenfalls auf der Straße und verkauft die ‚Zeitschrift der Straße‘. Die Bremer Obdachlosenzeitschrift kostet zwei Euro, ein Euro pro verkauftem Exemplar ist der Verdienst von Dennis. Diesmal erzählt das Heft Geschichten über den „SONNENPLATZ“.
Auf Alkohol verzichtet Dennis ebenfalls und stillt seinen Durst mit einer Cola bei diesem „Schietwedder“ – RESPEKT!

Rosi und Dennis dürfen die kalten Nächte in der Bahnhofshalle verbringen, aber erst nach 22 Uhr, wenn der Drogeriemarkt Rossmann und die anderen Geschäfte geschlossen haben. Morgens müssen sie vor Geschäftsöffnung wieder die wärmende Bahnhofshalle verlassen. GENUG Schlaf bekommt man so nicht!Trotz ihrer widrigen Lebensumstände, ohne ein eigenes wärmendes Zuhause, schauen mich Rosi und Dennis FREUNDLICH an.

Hinter Ihnen und ihren wenigen Habseligkeiten, geordnet verstaut und abgelegt in Mehrwegtragetaschen verschiedenster Supermärkte vor dem prächtigen Bahnhofsgebäude Bremen, ruft das KLEINE, GROSSE Glück nach uns Passanten …

… ES IST WIEDER ZEIT DER BÜRGERPARK-TOMBOLA IN BREMEN!

… EIN PLATZ AN DER SONNE!

Weitere Fotos zu ‚Obdachlosigkeit‘ gibt es >>  hier
Infos zur  ‚Zeitschrift der Straße’gibt es >>  hier
Infos zur Kampagne ‚UNERHÖRT! Diese Obdachlosen.‘ der Diakonie gibt es >>  hier

Susanne Schweers

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Herbstfarben

Im Nebel ruhet noch die Welt,
Noch träumen Wald und Wiesen:Herbst 1Bald siehst du, wenn der Schleier fällt,
Herbst 2 Den blauen Himmel unverstellt,
Herbst 3Herbstkräftig die gedämpfte Welt,
Herbst 4

In warmem (rotem) Golde fliessen.

(Text: Eduard Mörike 1804-1875, deutscher Lyriker)

Susanne Schweers

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